Vietnam

 

11.6.-10.7.

HANOI & SAPPA

(11.6.-20.6.)

 

Liebe Grüße aus Vietnam oder wie man hier zu Lande sagt, lời chào thân ái từ Việt Nam.

 

Es gibt eine Gruppe von Menschen, die bei dem Namen „Vietnam“ sich sofort an Krieg und viele schlimme Dinge erinnern. Es gibt aber auch eine ganze menge Menschen, die bei dem Namen an wunderschöne Natur, leckeres Essen und die freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen überhaupt denken. Vietnam ist wie der Phönix aus der Asche entstanden und hat sich zu einem der beliebtesten Reiseziele überhaupt in Asien entwickelt, darum stand es auch bei uns ganz oben auf der Liste. Wir möchten euch in den kommenden 4 Wochen, die wir zur Verfügung haben auf eine Reise mitnehmen, um euch das Land ein bisschen näher bringen. Gefühlt waren die ersten Tage durch Vietnam zu reisen wie ein Frontalangriff auf unsere Sinne.

Die Reise begann in Hanoi am Airport, wo wir nach Abholung unseres Visas, nun 4 Wochen haben um das Land auf den Kopf zu stellen. Wir sind mitten in der Nacht in Hanoi angekommen, haben uns ein Taxi geschnappt und sind direkt ins Hotel gefahren. Was man sofort merkte, die Vietnamesen ganz besonders die im Taxi, haben ein ungemein starkes Gefühl sich mitzuteilen. Wir beide waren einfach nur Hundemüde und haben den Fahrer auf Englisch gebeten ruhig zu sein, was er leider nicht verstand:-). Angekommen vor dem Hotel begrüßte uns eine Gruppe von Vietnamesen, die direkt auf dem Bürgersteig (sowas gibt es hier wirklich) ein Fernseher aufgebaut hatten und Fußball schauten. Natürlich wurden wir gleich eingeladen Platz zu nehmen um mit zuschauen.

Die ersten Tage, wollten wir es entspannt angehen lassen, da Rabea ja immer noch mit Ihrer Gehörgangsentzündung zu tun hatte. Also machten wir nichts außer ausruhen, essen und ein wenig durch die Strassen Hanois zu laufen. Der erste Eindruck am Tage war überwältigend, ein Verkehr, Lärm und Hitze. An die ersten beiden Dinge hat man sich wunderbar gewöhnt, aber nicht an die Hitze. Bei 37 Grad, gefühlt wie 47 Grad macht das lange herum laufen wirklich keinen Spaß. Um der Wärme Abhilfe zu schaffen, machten wir uns beide Gedanken, wie wir am besten den Weg in den Norden Vietnams finden, um bei angenehmen 20 Grad das Land zu genießen. Da wir zum Glück hier im Hotel (12 Doller DP inkl. Frühstück) das freundlichste Personal überhaupt hatten, war das auch alles kein Problem. Wir buchten eine Tour nach SaPa.

Sapa ist für viele Reisende ein „Muss“, wenn man das erste Mal nach Vietnam kommt, so wie für uns auch. Grüne Reisfelder soweit das Auge reicht und eine hohe Vielfalt an ethnischen Minderheiten in traditionellen Gewändern sind die markantesten Merkmale von Sapa und den umliegenden Dörfern. Mit dem Nachtbus erreicht man Sapa von Hanoi locker in 6 Stunden. Es war eine sehr entspannte Fahrt im Sleeperbus mit ausgestreckten Beinen in Liegeposition, freuten wir uns nun auf die kommende Tage im Norden Vietnams, nur 40 km weit entfernt von der chinesischen Grenze. Das Programm für die kommenden Tage sah in etwa so aus. Kurze Wanderung, lange Wanderung, Homstay und wieder kurze Wanderung. Die Längste war am zweiten Tag mit 13,6 km durch das Bergland von Sapa. Es ging über Stock und Stein, hoch und runter, bei Matsch und strömenden Regen. Begleitet wurden wir dabei von Frauen des Stammes des black Hmong. Diese waren alle äußerst hilfsbereit, freundlich und einfach nur süß. Durchgenässt bis auf die Unterwäsche hatten wir nach 6 Stunden unser Homstay bei einer Familie erreicht. Unsere Gruppe war bunt gemischt. Engländer, Koreaner, Dänen, Australier, Franzosen und wir alle unter einem Dach. Unsere Hausmutti ist 29 Jahre alt, verheiratet seit 14 Jahren und hat logischer Weise auch 4 Kinder, was hier ja irgendwie normal ist :-). Die häuslichen Umstände sind echt krass und können im Winter wirklich hart werden, gerade in den Bergregionen von Sapa geht das Thermometer auch mal unter null und schneien tut es auch noch dazu. Schließlich liegt das Dorf auf einer Höhe von 1600 Metern. Ausgestattet sind die Häuser nur sehr dürftig, geschweige gedämmt. Irgendwo ist immer alles offen. Gekocht wird wie gewohnt in einer offenen Feuerstelle mitten in der Küche, was nicht heißen soll, dass es nicht schmeckt weil es einfach ist. Es schmeckte großartig, wie wir beim gemeinsamen Abendbrot erfahren durften. Nach einer guten Grundlage und ausgiebigen Gesprächen wurde das Happy Water (Reiswein) auf den Tisch gestellt und die Karten zum Spielen herausgeholt. Es war ein langer, lustiger Abend :-).

Am kommenden Morgen war sich der Großteil der Gruppe einig, die leichtere Tour zu laufen, da die Beine vom Vortag doch noch etwas schwer waren. Im gesamten sind wir überglücklich und sehr beeindruckt von Sapa, der umliegenden Landschaft und den Menschen die wir dort getroffen haben. Die beste Entscheidung! Nun sind wir wieder in Hanoi, Rabea geht es auch wieder gut mit Ihren Ohren und unsere Reise kann sich nach Zentralvietnam fortsetzen. Unser Bus geht morgen Abend in den Phong Nha-Kẻ Bàng Nationalpark.

 

P.s.: über Gästebucheinträge freuen wir uns übrigens riesig ;)

 

 

 

Phon Nha & Hue

(20.6.- 26.6)

 

so da sind wir wieder, es hat leider dieses Mal ein wenig länger gedauert, da wir beide Zuwachs bekommen haben, dementsprechend hängen wir ein wenig hinterher mit unseren Einträgen. Jetzt aber erstmal zu der vergangenen Woche. Wie Ihr ja alle wisst sind wir von Hanoi in den Phone nha Nationalpark gefahren, denn wir wollten uns ein paar Höhlen anschauen. Der Nationalpark liegt in Zentralvietnam, gefühlt gibt es nur eine Straße, die rein und wieder raus führt. Für die kommenden Tage hatten wir uns 2 Höhlen herausgesucht die wir erkunden wollten. Zu einem gab es die Paradise cave und die Phong Nah cave. Da wir letztendlich nur 2 Tage Zeit zur Verfügung hatten, legten wir auch gleich los. Wir mieteten uns einen Roller und fuhren eine Runde durch den Nationalpark, bei brütend heißem Wetter. Der Rundkurs war 65 km lang, wir starteten also ganz gemächlich gegen 10 Uhr morgens und das natürlich mit einem ausgiebigen Frühstück in dem schönen Café gegenüber namens „Bamboo“. Wie wir von unseren Eltern ja gelernt haben, muss man immer gut Frühstücken. Voll gefuttert ging es los. Die Fahrt führt durch die älteste Karstregion Asiens. Die Gesteinsformationen die sich über Jahr Millionen von Jahren gebildet haben, wirkten sehr eindrucksvoll bei der durchfahrt. Unser ersten Stopp an diesem Tag machten wir an der Paradise cave. Da wir beide zuvor noch nie eine Höhle in dieser Form besucht hatten, war die Begeisterung sehr groß. Um zum Eingang der Höhle zu gelangen mussten wir erstmal 1, 5 km laufen und das natürlich bei einer unerträglichen Hitze. Aber die Abkühlung ließ nicht lange auf sich warten. In dem Moment als man die Schwelle zur Höhle betrat merkte man deutlich den Temperaturunterschied. Die längste Tour die man durch die Höhle machen konnte war 7 km lang, dazu benötigt es aber einen erfahren Guide. Wir hatten uns nur für die 1 km lange Variante entschieden, die für die "normalen" Touristen gedacht ist. Nach 2 Stunden unter Tage und jeder Menge Eindrücke ging es wieder Richtung Roller, um unsere Tour weiter fortzusetzen. Auf dem weiteren Weg lagen noch so einige Ausflugspunkte, die wir aber gekonnt liegen gelassen haben. Es war einfach zu heiß und wir fuhren dementsprechend einfach unsere Runde zu Ende, so dass wir am frühen Nachmittag wieder im Hotel waren. Schließlich gab es ja noch den darauffolgenden Tag, an dem wir mit dem Boot in die Phong Nha cave gefahren sind. Durch diese schlängelt sich ein Fluss hindurch, auch diese war sehr schön. Es hatte nochmal eine ganz andere Wirkung, eine so große Höhle mit Wasser gefüllt zu sehen.

Am Ende waren die beiden Tag mehr als ausreichend. Wir fanden die Höhlen beide sehr imposant, auch wenn es schwer fiel sich die massen der Touristen wegzudenken. Es war einmal wieder etwas neues, solch großes Höhlen hatten wir zuvor noch nicht betreten. Es gibt natürlich noch unzählige andere Höhlen die definitiv lohnenswerter sind, allerdings kosten die dementsprechend. Es gibt zum Beispiel im NP noch die erste und dritt größte Höhle der Welt, was definitiv nochmal ein Besuch wert ist( Son doong cave für ca. 3000$ p. P. ), aber leider nicht auf dieser Reise. Wir verließen den Nationalpark mit gutem Gewissen und mit riesiger Vorfreude in Richtung Hue. Warum Vorfreude? Nicht weil Hue (Kaiserstadt) ehemalige Hauptstadt von Vietnam so interessant ist, sondern weil mein lieber guter Freund Rieni aus Deutschland uns für 2 Wochen besucht. Hue ist es leider nicht Wert länger als ein Tag zu bleiben. Da wir uns leider ein bisschen im Zeitplan verzettelt hatten, mussten wir dort länger ausharren als gewollt. Naja man kann ja nicht immer alles genau planen:D So warteten und warteten wir, bis es soweit war um Ihn gebührend vom Flughafen abzuholen. Der Flieger erreichte Hue am frühen morgen. Für mich war es sehr leicht Rieni zwischen all den kleinen Vietnamesen zu erkennen. Nach 9 Monaten war es dann auch mal wieder soweit, die Freude war riesig Ihn wieder zu sehen. Anscheinend war das noch nicht alles, denn plötzlich sprach mich jemand anderes von der Seite an. Es dauerte einen Bruchteil von Sekunden, um zu bemerken, dass da noch jemand stand den ich ganz gut kenne, nämlich der Christopher aus Deuna. Wir werden definitiv in der Konstellation unseren Spass haben. Da die beiden ja nicht zur Langeweile hier sind ging es auch am kommenden morgen schon direkt weiter. Es hieß also einen Tag Sightseeing mit den beiden Jungs in Hü, wir schauten uns die Stadt ein wenig an, die durch den Parfüme river getrennt ist und die Zitadelle, die heute UNESCO Kultureber ist und damals die Residenz des Kaisers war.

Die Erlebnisse der letzten Woche fasst euch Rabea dann zusammen. Ich geniesse jetzt erstmal die Zeit mit den beiden Jungs und freue mich mit Ihnen durch Vietnam zu reisen.

 

HOI AN - DALAT - MUI NE

(27.6-3.7.)

 

Guten Tag ihr lieben,

nun bin ich an der Reihe euch von den letzten Tagen ein wenig zu berichten ;) eines kann ich auf jeden fall sagen, wir haben eine menge Spaß mit den beiden Jungs und es wird nie langweilig :D Nachdem wir also alle zusammen Hué besichtigt hatten, haben wir einstimmig beschlossen, dass die Stadt nicht so unsere war, deshalb ging es weiter nach Hoi an. Aber nicht irgendwie, sondern mit den „easy ridern“, dass sind einheimische Jungs, die Touristen auf dem Motorrad von einem Ort zum anderen bringen, ganz nach dem Freiheitsgefühl in dem gleichnamigen Film "easy rider". Auf dem Weg gab es noch einige schöne Orte zu sehen. Es ging also morgens früh los und jeder von uns hatte seinen eigenen easy rider, dass Gepäck hinten aufs Motorrad geschnallt und los ging es. 7 Std. durch eine wunderschöne Berglandschaft, mit vielen Stops und tollen Ausblicken. Highlight war auf jeden Fall der bekannte Wolkenpass, dieser bildet eine natürliche Grenze zwischen Nord und Südvietnam, ist über 20 km lang, hat eine Höhe von 496 Metern und war damals zu Kriegszeiten stark umkämpft.

Völlig müde von der Tour aber mega glücklich kamen wir in der Stadt Hoi An an. Hier blieben wir leider leider zu kurz, doch es ist einfach nicht mehr Zeit gewesen. Ich muss zugeben, ich habe mit total in diese Stadt verliebt, sie hat mich vom ersten Augenblick an verzaubert! Es ist einige der wenigen Städte in Vietnam, die noch viele Häuser und Bauten aus der damaligen Zeit hat, man sagt auch Hoi An ist das vietnamesische Paris. Viele kleine Gassen, süße Häuser und viele viele Lichter, Lampen und Lampions, die am Abend die Straßen zu leuchten bringen. Einfach schön. Über die Grenzen Vietnams hinweg, ist Hoi An bekannt durch die Schneiderkunst.

Wir mieteten wir uns dort für den nächsten Tag einen ganzen Tag einen Guide, jeder hatte einen Roller und die Tour konnte starten. Wir wollten nämlich das Umland von Hoi An noch etwas kennenlernen. Der Guide fuhr uns quer durchs Land, Wir mieden jede Hauptstraße und wir fuhren durch Reisfelder, waren im Gemüsedorf und machten eine Tour in kleinen Bambusbooten (Reisschüsseln), wir paddelten knapp 30 min mit Reishüten ausgestattet über den Fluss, es war eine Affenhitze, aber es hat wirklich Spaß gemacht :) ! Das war dann auch schon wieder der letzte Tag, es ging abends mit dem Nachtbus weiter nach Da Lat 17 Std weiter südlich ins Landesinnere. Es war eine schrecklich lange Fahrt und für Rieni die erste Erfahrung in einem Nachtbus….muss man auch mal erlebt haben, wenn man in Asien reist. Völlig übermüdet kamen wir in Da Lat an und stellten gleich alle fest, dass diese Stadt nun wirklich keine schöne Stadt ist. Doch dafür sollte das Umland umso schöner sein. Um das herauszufinden, mieteten wir uns - Überraschung - mal wieder einen Roller. :D Es ist einfach das beste Fortbewegungsmittel, um möglichst viel auf eigene Faust zu sehen und zu entdecken. Wir alle Mann morgens um 8:00 Uhr auf die Mopeds und los ging es mit der Entdeckungstour. Ziel waren 2 verschiedene Wasserfälle, der Pongour und der Elephant fall. Es war ein schöner Tag doch sehr beeindruckt wurden wir leider nicht, kann ja nicht immer klappen ;) Für die nächste Vietnamreise weiß man dann zumindest, welche Orte man auslassen kann. In Da Lat sind wir also nur 2 Nächte geblieben, was auch ausreichend war!! Heute ( 2.07.2016) sind wir dann gleich früh morgens weiter mit dem Bus in Richtung Mui Ne, einer der bekannteren Strandorte in Vietnam. Hier lassen wir uns nun erstmal für 3 Nächte nieder. um einfach am Pool und am Meer zu entspannen. Die Jungs müssen ja auch mal etwas abschalten in ihrem Urlaub, die haben ja schließlich nur 12 Tage und nicht 12 Monate;)

Die letzte Meldung kommt dann aus Ho Chi Minh. Bis bald meine lieben!

 

 

Mui Ne - Ho Chi Minh - Mekong Delta

(4.7. -10.7.)

 

Die drei Tage ausspannen in Mui Ne gingen natürlich viel zu schnell vorbei! Wir haben uns aber alle Mühe gegeben, so wenig wie möglich zu machen :D das einzige, was wir uns an diesem Ort noch ansehen wollten waren die Dünen. Dort gibt es 2 verschiedene. Einmal die „white sand dunes“ und die „red sand dunes“. Wir 4 mieteten uns also einen Jeep und los ging es in einem Affenzahn zu den Dünen. Zu erst war die weiße Düne dran, wie sich dann auch herausstellte die schönere von beiden! Nach einigen Wettrennen und herunter rollen von den Dünen ging es völlig versandet wieder Richtung Hotel! Wir hatten auf jeden fall einen sehr schönen nachmittag in den Dünen :D

Den darauffolgenden Tag hieß es dann schon wieder Abfahrt. Das nächste Ziel war die Hauptstadt Vietnams: HO Chi Minh City oder wie man früher sagte Saigon. Wir waren sehr gespannt, was diese Stadt zu bieten hat. Es ging also nach einer kurzen Pause im Hotel raus, um die Stadt zu erkunden. Eines stand fest, dass Leben tobt hier auf den Straßen, überall ist was los, ganz zu Schweigen vom ganzen gehupe und dem Straßenlärm. Doch nach ca 1-2 Std stellten Micha und ich schnell fest, dass dies nicht unsere Stadt war. Wir verglichen Hanoi mit Ho Chi Minh und Hanoi hat einstimmig gewonnen. Dort fühlten wir uns vom ersten Moment an wohl. Auch den beiden Jungs Toper und Rieni ging es nicht anders, sie hatten zwar den Vergleich mit Hanoi nicht ,doch trotzdem wollte der Funke nicht so ganz überspringen. Schade :( Es hielt uns natürlich trotzdem nicht davon ab durch die Straßen zu schlendern und Abends auf den Straßen ein paar Bierchen zu trinken. Wir hatten ja uns und somit eine menge Spaß!

Am 6.7. buchten wir uns eine Tour zu den Cu Chi Tunneln, die etwa 70 km außerhalb von HCM liegen. Dies war ein Tunnelsystem, indem sich die Vietnamesen im Vietnamkrieg zwischen 1960-1975 versteckt hielten. Es war einerseits sehr interessant, zu sehen was für ein riesiges System dahintersteckte, auf der anderen Seite auch sehr traurig und erschreckend, denn die Menschen mussten sich Tage und Wochen in diesen Systemen versteckt halten. Wir durften ebenfalls mal durch so einen Tunnel krabbeln ,waren aber froh nach nicht einmal 5 Minuten schon wieder oben zu sein, denn die Gänge sind wahnsinnig schmal und niedrig.

Etwas nachdenklich ging es dann wieder Richtung Hotel. Der Tag bzw, Abend war gekommen, der letzte Abend mit den Jungs. Wir alle waren wirklich traurig, da wir einfach eine mega tolle super schöne und lustige Zeit mit den beiden hatten. 12 Tage waren einfach zu kurz. Deshalb nutzten wir den letzten Abend nochmal so richtig aus, tranken einige Biere, spielten Karten bis der Arzt kam und hatten viel spaß- was auch sonst :D Am nächsten Tag sollte es Abends dann soweit sein, der Abflug stand vor der Tür :( nach 10000 Umarmungen fuhren sie davon:D und wir zurück ins Hotel. Ach ich kann es nur noch mal sagen, war das schön mit den beiden Sebastian (Rieni) und Christopher (Topher). Danke an dieser Stelle, dass ihr uns besucht habt. Ihr habt unsere Weltreise auf jeden fall bereichert!!!

So genug jetzt ;)

Für uns 2 ging es dann für die letzten drei Tage noch in das bekannte Mekong Delta. Dies ist eine Region, die vom Flussdelta des Mekong geprägt ist. Der Mekong mündet in einem Netz von Flussarmen, die durch Kanäle verbunden sind.

Man kann natürlich tausende von Touren von aus HCM buchen, doch viele sind nur reine touristenabfertigung und kosten ein Schweinegeld. Wir entschieden uns also es auf eigene Faust zu machen. Los ging mit dem Bus in die kleine Stadt Vinh Long. Von hier aus kann man nämlich super Touren zum Mekong starten. Unsere Unterkunft lag aber auf der gegenüberliegenden Insel, also ging es mit dem Boot nochmal eine Stunde weiter, bis wir am Happy Family Guesthouse angekommen waren. Eine wirklich tolle Unterkunft direkt am Fluss. Kaum hatten wir unsere Rucksäcke abgelegt ging es gleich rauf auf die Fahrräder, wir wollten die Insel noch etwas erkunden. Und wir wurden nicht enttäuscht. Grün soweit das Auge reichte und überall schlängelte sich der Fluss entlang, die Menschen waren unglaublich freundlich, jeder hat uns ein Lächeln geschenkt oder uns zu gewinkt! Zufrieden fielen wir ins Bett, denn den nächsten morgen ging es früh raus zu unsere Tour (diese hatten wir in Vinh Long gebucht). Ca 5. Std ging es über die schwimmenden Märkte, über eine kleine Bootstour mitten durch den Dschungel, zur Kokosfabrik und zum Bonsaigarten. Alles in allem war es eine sehr schöne Tour, doch leider wurden wir beiden sehr entäuscht von den schwimmenden Märkten, es waren leider so gut wie keine Boote da, um Waren an den Mann zu bringen. Wir hatten uns im Vorfeld eigentlich bewusst gegen den größten schwimmenden Markt in Can to entschieden, da der sehr auf Touristen ausgelegt sein soll. Der Markt in Vinh Long hingegen sollte der authentischere von beiden sein. Schade, vielleicht haben wir auch einfach einen falschen Tag erwischt.

 

So genug jetzt. Nun sind wir in Chau Doc, dieser Ort liegt nicht nur an der kambodschanischen Grenze, sondern hat auch nach unserem befinden einen der schönsten Märkte in ganz Vietnam. Morgen (11.7) früh ist es soweit. Wir reisen weiter ins nächste Land. Vietnam war wirklich toll und es steht auch schon fest, wir kommen nochmal wieder hierher zurück, nur nicht auf dieser Reise! ;)

 

 

Ps: neue Videos sind auch da :-)

Aus Spaß hatten wir die beiden Jungs gefragt, ob sie nicht Lust hätten mal einen Gastbeitrag auf unserem Blog zu schreiben und siehe da, Ruck zuck bekommen wir einen wundervollen Beitrag von dem Rieni. Vielen lieben Dank an dieser Stelle, wir haben uns sehr darüber gefreut!!!

Viel Spaß beim lesen :)

 

So – da sitzen wir nun und haben gesagt… „Kein Ding, wir schreiben auf jeden Fall einen Gastbeitrag für euren Blog… “……………. Konnte ja keiner ahnen, dass nicht mal eine Woche nach unserer Abreise schon der komplette Artikel fertiggestellt ist und wir uns nun vermutlich ausschließlich auf die zwischenmenschlichen und alkoholisierten Abende reduzieren müssen :-P

Ist natürlich nur ein Spaß! Ja – es ist nun erst eine Woche her, dass Topher und ich (Rieni) wieder im vergleichsweise kalten Deutschland unser alltägliches Dasein fristen, aber schon wollen wir eigentlich wieder zurück. Die zwei Wochen mit den beiden Weltreisenden hat uns schon sehr gefallen, ach quatsch, es war einfach sooo unfassbar schön und der Abschied ist uns in der Tat verdammt schwer gefallen. Die 14 Tage waren schon sehr besonders, denn es war nicht einfach mal so eben ein Urlaub aus dem Reisebüro – zack Malloze und gib ihm – Nein, mit Rabesi und Micha war von vornherein klar, dass wir was erleben, dass es Spaß machen wird und dass es trotzdem auf eine unvergleichliche Weise entspannt sein sollte.

Nach dem Start in Frankfurt und 17 Stunden Flug bis nach Saigon waren wir ziemlich fertig. Angekommen Abends um 20 Uhr rannten wir erstmal gegen diese Wand aus 100 % Luftfeuchtigkeit und rieben uns die Augen, was um diese Uhrzeit an dem Airport noch so abging. Schlussendlich fuhr uns ein Taxi in das nur 5 Minuten entfernte Hotel. Nach kurzem Akklimatisieren sind wir nochmal kurz auf die Suche nach dem vietnamesischen Tiger gegangen und haben ihn letztendlich in unserer Minibar gefunden – ist nen Bier :-D Den Morgen danach begann nun der aufregendste Part der Reise. Topher und ich sind um 4 Uhr morgens (!!!) aufgestanden, um unseren Flug nach Hue zu bekommen. 1,5 Stunden später war es dann soweit und the BIG Suprise konnte gelüftet werden. Denn der mitreisende Topher war noch gar nicht angemeldet… Hehe! Nach erstem kurzem Umarmen und Abklatschen hat er sich dann kurz vorgestellt. Wie schon beschrieben, war die Freude riesengroß und es ging ab auf die große Rundreise.

Wir werden hier jetzt keine detaillierten Beschreibungen zu den einzelnen Dingen raushauen. Das haben die Vorschreiber ja schon exzellent gemacht, aber einzelne Momente möchten wir nochmal hervorheben, da sie uns im Speziellen sehr gefallen haben. Da war z. B. die Easyrider Tour. Diese Fahrt wird auf ewig im Gedächtnis bleiben und das nicht nur wegen der tollen Ausblicke, der coolen Gespräche mit den Easy Guys oder dem leckeren Essen… Nee nee… Das absolut Prägendste ist der nach wie vor vorhandene Abdruck des wohl krassesten Sonnenbrands unseres Lebens!!! Da denkste, ach einmal Sonnenbrand und zwei Tage später läuft der Laden wieder… Kannste knicken! Die Vietnamesen schnallen nämlich noch eine Lupe vor die Sonne, sicher um den nachhaltigen Urlaubseffekt etwas stärker nachwirken zu lassen… Dies hatte also ca. 5 Tage permanentes Eincremen mit Aloe Vera zu Folge. Natürlich sollte man es auch tunlichst vermeiden sich der direkten Sonne auszusetzen, ach und bewegen sollte man sich damit eigentlich auch nicht. All das haben wir natürlich NICHT beherzigt und sind die nächsten Tage in neu erworbenen, feschen, langen Klamperhosen durchs Land gezogen. Mit Bus oder Moped alles ganz egal – kleine Randnotiz, legt euch im Schlafbus nicht auf die Plätze ganz hinten über dem Motor und neben dem Klo. Warum? Probiert‘s aus :-D

Ein ganz besonderes Abenteuer in sämtlichen Ländern Südostasiens ist sicher das Scootern, oder auch Moped-/Rollerfahren genannt. Ich muss zugeben nach den ersten Eindrücken hatte ich davor etwas Respekt. Allerdings war es klar, dass der Tag kommen würde an dem auch ich mich dieser Situation und dem Verkehr stellen musste. In Da Lat war es dann soweit und wir stiegen auf unsere Geschosse. Natürlich in der „verkehrsberuhigten Zone“ am innerstädtischen Kreisel mit 5 Ausfahrten und ca. 1.000 Mitstreitern auf dem Weg aus diesem Wirrwarr hinaus. Nach einer kurzen Eingewöhnung, nach mehr als 10 Jahren Abstinenz auf einem solchen Fortbewegungsmittel, lief es dann auch ganz gut und man merkte schnell, dass die Leute auf den Straßen nicht dazu da waren um einen mit ihrem Gehupe zu erschrecken. Man hatte zwar das Gefühl, dass alles etwas unkoordiniert läuft, aber schlussendlich jeder auf den anderen achtet.

Das scheint auch generell die Art und Weise der Vietnamesen am besten widerzuspiegeln, denn es sind allesamt herzensgute und so nette, süße, kleine Menschen, die man einfach nur gern haben kann. Alle, ob in den Hotels, Restaurants oder anderswo, sind bemüht, dass man eine gute Zeit bei oder mit ihnen verbringt. Das ist rückblickend wohl das Wichtigste was wir von dieser Reise mitgenommen haben.

Das solls dann auch von uns gewesen sein, zwar könnten wir hier noch wesentlich mehr Anekdoten zum Besten geben, aber ist ja auch nicht unser Blog ;-) Es bleibt nix anderes als Thank you, thank you, thank you zu sagen!!! Es waren so viele Späße dabei in den zwei Wochen, das werden auch wir nicht vergessen. Wir freuen uns schon auf den Grillabend ☺ Bleibt sauber und kommt heile wieder!

Viele Grüße Topher und Rieni