Philippinen

 

 

14.05-11.06

LUZON, MASBATE & CEBU

(14.05-20.05)

 

Welcome to the Philippines.

 

Nach 3,5 Stunden Flug erreichten wir die Hauptstadt Manila. Check in und Visa Abwicklung war wie immer kein Problem und so betraten wir das nächste Asiatische Land. Bevor wir uns aber draußen in Bewegung setzten kamen wie immer die ersten Obligatorischen Handlungen. Essen gehen, Handykarte sowie Geld besorgen und den weiteren Weg herausfinden. Das Fernziel für die erste Station war Donsol ganz unten im Süden der Insel Luzon. Da wir uns alle 3 darauf geeinigt hatten den Weg per Bus zu bestreiten, hieß es erstmal ab zum Bus Terminal. Der Weg durch die Hauptstadt war stickig und voller Verkehr, Menschen und Autos überall und das in einer wahnsinnigen Lautstärke. Man merkt, dass Leben spielt sich in jeglicher Form auf der Straße ab, ein wahres Schauspiel und natürlich kein Vergleich zu Bali.

Als wir am Bus Terminal angekommen waren, hieß es Tickets zu organisieren und das am besten noch am selben Tag. Mit ein wenig Glück ging 2 Stunden später noch ein Bus in das 540 km entfernte Donsol. Hört sich erstmal nicht viel an aber da wussten wir ja noch nicht wie lange die Fahrt andauern würde. Um es kurz auszudrücken wir waren froh nach 14 Stunden Fahrt durchs Land mit den Filipinos im Bus in Donsol angekommen zu sein. Es war wirklich kein Spass und wir waren so froh erstmal schlafen zu gehen. Das schöne an den Philippinen sind die sehr günstigen Fortbewegungsmittel ob Tricycle oder Jeepney ,die Fahrt ist langsam aber sehr sehr günstig und man kommt am gewünschten Ziel an. Wer keinen Bezug zu Donsol hat, wird sich sicherlich fragen warum um Herr Gotts willen fahren die mit dem Bus 540 km durchs Land zu einer kleinen Stadt ganz im Süden. Ich kann es euch sagen und es ist ein fantastischer Grund. Wir wollten mit den sogenannten Butandings schnorcheln. Im Deutschen Sprachgebrauch würde man sagen „Walhai“. Man muss nicht lebensmüde oder verrückt sein um so etwas schönes zu machen, also haben wir auch direkt am Tag der Ankunft eine Tour gebucht. Das schöne daran ist wenn man das in Donsol macht, es wird vom WWF gesteuert. Die Tiere leben in Ihrer natürlichen Umgebung und sie werden nicht extra für die Touristen angefüttert, wie das auf der Insel Cebu der Fall ist. Es ging also am darauf folgenden Morgen los, mit dem Boot rauf aufs Meer. Bevor man aber startete bekamen wir von unserem Guide noch Verhaltensregeln auferlegt. So ganz ohne ist es ja doch nicht, auch wenn die Tiere reine Planktonfresser sind. Nach 15 Minuten Fahrt, bekamen wir das Signal zum Showdown, der erste wurde gesichtet. die Mädels saßen zum Absprung an der Bordreling bereit und dann ging es schon auch schon los. Unser Guide voraus und wir hinterher. Wir bemerkten gar nicht, dass in diesem Moment der Butanding unter uns schwamm, da das Wasser sehr trüb war. Nur die typische Verfärbung verriet den sanften Riesen. Man kann es leider nicht in Worten beschreiben, was wir in diesem Moment fühlten. Glück, Respekt, der Atmen stockte. Wie David gegen Goliath, nur das es kein Kampf war, sondern eine Begegnung der besonderen Art. Schließlich haben die Walhaie das Ausmaß eines Busses. Unser Schnorcheltripp ging 3 Stunden und in dieser Zeit haben wir 5 verschiedene gesehen mal größere und kleinere. Der Größte an diesem Tag war um die 12 Meter. Wir hatten verdammt viel Glück an diesem Tag so viele sehen zu dürfen, da die Saison eigentlich schon fast vorbei war.

Gefühlt waren wir auch die einzigen Touristen in Donsol und somit auch Attraktionen für die Einheimischen, die uns alle sehr offenherzig und mit einem Lächeln begrüßt hatten. Die Kinder haben einem zu gewinkt und waren sehr interessiert an einem. Mit den beiden Mädels im Schlepptau viel man natürlich auch auf. Die Mandy klein und blond und Rabea groß lange Beine und tättoowiert. Die Männer haben sich Reihenweise umgedreht und die Augen wanderten hoch und runter, da es nicht üblich ist sich als Frau zu tättoowieren. Natürlich geizten die Männer auch nicht mit ihren Komplimenten.

An unserem letzten Abend war der Bär los in Donsol. Alle Straßen waren voll mit Menschen, ob klein oder groß. Der Grund war Donsols next Talent, so ähnlich wie das Supertalent in Deutschland. Wir mischten uns auch unter das Volk und genossen den Menschenauflauf und auch wieder die interessierten Blicke der Einheimischen. Ins Gespräch bin ich mit Brix gekommen, der dem Spektakel mit seiner Familie zuschaute. Ein Einheimischer der sehr Weltoffen ist und in seinem Leben schon viel gereist und auch in Europa gearbeitet hat. Man unterhielt sich über Gott und die Welt. Schön das es Menschen gibt die man nicht kennt, die aber ein reges Interesse an einer Person haben. Mit diesen ganzen Positiven Erlebnissen verließen wir Donsol und das auch ohne Geld in der Tasche, da der Geldautomat erst wieder Nachschub in 4 Tagen bekommt. Juhu. Herzlich Willkommen in Asien. Wo die Zeit ein wenig anders Tickt.

Gott sei dank war Mandy der Retter in der Not, denn wir waren auf dem Weg nach Cebu.

Wieder ein Ritt und wieder kurze schlechte Nächte. Von Donsol fuhren wir mit den sogenannten Jeepneys in das 12 km entfernte Pilar. Von dort aus nahmen wir die Fähre nach Masbate. Eine Übernachtung mussten wir uns dort gönnen in einem Doppelzimmer mit 3 Personen, dass hieß Rabea und Ich schliefen auf 90 cm, was erstaunlicher Weise gut ging. Am darauffolgenden Morgen ging es mit dem Bus in das 80 km entfernte Cataingan wo wir dort auf die Autofähre gefahren sind. Nun hieß es geduldig sein. denn Es lagen 7 Stunden fahrt auf Wasser vor uns und dann nochmal 2 Stunden Bus nach Cebu City. Das Hostel hatten wir Gott sei Dank im voraus gebucht und somit vielen wir Abends um 11 in einen tiefen Schlaf. Die letzten Tage in Cebu waren eher unschön für Rabea. Aufgrund der Anstrengungen in den letzten Tagen und den somit verbunden Schlafmangel, hat es Rabea total ausgenockt. Sie lag die Tage mit 39 Grad Fieber im Bett und muss erstmal wieder zu Kräften kommen. Was hier leider sehr schwierig für sie ist, da das Essen nicht wirklich Vegetarier freundlich ist. Außer Reis und Ei gibt es nur wirklich sehr wenig Auswahl mit frischem Gemüse. Wir werden das beste daraus machen und gönnen uns noch ein paar Tage Ruhe, bevor wir weiter auf die Insel Bohol machen.

 

BOHOL, SIQUIJOR & CEBU

(21.05-28.05)

 

Philippinen Klappe die 2.

 

Nach einigen Tagen Erholung für mich ging es so langsam wieder bergauf und wir verließen die riesige Stadt Cebu. Das nächste Ziel hieß Bohol. Wir machten uns also, wieder einmal auf den Weg zum Hafen, um eine Fähre zu nehmen, die direkt nach Bohol fuhr. Hier verbrachten wir 2 Nächte in einem Bambus Cottage, sehr sehr einfach gehalten und sehr nah am Leben der Einheimischen. Es war auf jeden Fall ein Abendteuer und es hat sich gelohnt mal zu sehen, wie die Einheimischen auf so einer Insel in den Philippinen leben.

Da wir erst gegen späten Nachmittag ankamen, war dieser Tag so gut wie gelaufen. Wir mieteten uns gleich für den nächsten Tag einen Roller, um die Insel zu erkunden. Am nächsten Morgen klingelte der Wecker schon um 4:30, da unser Ziel die sogenannten „Chocolate Hills“ waren, und wir diese zum Sonnenaufgang bewundern wollten. Diese Hügel haben ihren Namen, ihrer Fabe zu verdanken, da sie in der grünen Natur braun herausstechen. Etwas verspätet kamen wir oben auf dem Berg an und zu unserer Enttäuschung war leider kaum Sonne in Sicht, trotzdem genossen wir die Aussicht auf die herausstechenden, vielen Hügel(ca. 1270) sehr. Ein sehr schönes Naturschauspiel wovon wir auf unserer Reise mittlerweile schon einige hatten.

Die Straßen auf Bohol waren gut ausgebaut und sehr leer, wir genossen es durch die Natur zu düsen und zu beobachten, was links und rechts vor sich ging. Angekommen in der Unterkunft hielten wir erstmal ein Power nap, um Nachmittags noch mehr von der Insel zu entdecken. Nach einer Stärkung mit leckerem Frühstück ging es weiter mit den Rollern. Das nächste Ziel waren die Tarsier, diese kleinen Tiere sind Primaten und gehörten damals zur Affenfamilie, was heutzutage aber nicht mehr anerkannt wird. Sie sind super klein und haben riesige Augen, was ganz schön Phsycho ausschauen kann :D Weiter ging es dann zu einem kleinen Wasserfall, welcher aber nicht wirklich der Rede wert war, es sollten noch bessere folgen. Doch auf dem Weg haben uns spontan 2 Jungs angesprochen, die uns kurzerhand gefolgt sind. Simon aus Schweden und Joseph aus Frankreich. Wir hatten noch einen sehr schönen Nachmittag mit ihnen. Abends trafen wir uns dann auf eine Pizza mit einer ebenfalls neuen Bekanntschaft, die Lisa aus Thüringen. Alles in allem war es eine sehr schöne Insel mit netten Menschen. Den nächsten Tag sollte es dann nun weitergehen auf die nächste Insel Siquijor, Lisa entschloss sich kurzerhand uns zu begleiten und auch die beiden anderen Jungs entschlossen sich nachzukommen. Aus 3 wurden 4 und dann 6.

Es ging also mal wieder auf die Fähre, dass Fortbewegungsmittel Nr.1 für mittellange Strecken auf den Philippinen. Mit einem kurzen Zwischenstopp in Dumaguete, steuerte die Fähre den Hafen von Siquijor an. Diese Insel ist bekannt als die „Hexeninsel“, es sollen dort sehr viele Heiler und Schamanen leben…germerkt habe wir davon allerdings nicht viel!

Auf dieser Insel wurde es einem sehr leicht gemacht Unterkünfte zu finden, da die Trycicle Fahrer anbieten einen von Unterkunft zu Unterkunft zu fahren, um die beste für einen zu finden. Nach 2 Stunden waren wir fündig geworden. Doch außer einer Dusche und einem Essen war dann auch nicht mehr viel mit dem Tag anzufangen. Ausgeschlafen, ging es dann gleich am nächsten Morgen los, natürlich mit dem Roller (womit auch sonst) die Insel zu erkunden. Wir hatten uns für den ersten Tag die eine Hälfte der Insel vorgenommen und am nächsten Tag die andere. Wir folgten einfach der Straße, hielten dort an wo es sich unserer Meinung lohnte und so kamen wir an einem riesigen „Fischspa“ vorbei, wo wir uns alle mal von den kleinen Fischen die Füße knabbern ließen :D weiter ging es dann zu einem wirklich wunderschönen Wasserfall, wo wir uns ca 2 Stunden austobten. Man konnte sich an einer Liane festhalten und wie Tarzan durch die Luft schweben. Belohnt wurden wir mit einem kühlen Sprung ins kühle Nass. Am darauffolgenden Tag waren nun auch die beiden Jungs mit am Start und wir nahmen uns die andere Hälfte der Insel vor. Im Osten waren nämlich mehrere Strände, die wir uns mal näher ansehen wollten. Mit einem sehr leckeren Essen und ein paar Bierchen zu 6. ging auch dieser Tag zu ende. Und schon war es das auch schon wieder mit dieser Insel. Siquijor hat sich auf jeden fall gelohnt, es ist touristisch noch nicht sehr erschlossen, daher ist es herrlich die Natur und Landschaft in Ruhe mit dem Roller zu entdecken, 2 Tage sind allerdings ausreichend.

Deshalb ging es dann am 26. auch wieder weiter nach Cebu, ja hier waren wir schoneinmal, doch diesmal wollten wir uns nicht Cebu City ansehen sondern gucken, was die Insel noch so zu bieten hat. Wir sind also Richtung Südwesten der Insel Cebu gefahren, wo sich die Wege auch wieder trennten. Es wurde also zeit Lisa, Simon und Joseph goodbye zu sagen, so waren es nur noch 3 ;)

Mandy, Micha und ich sind also in einem kleinen Örtchen Namens Badian gelandet, da wir ganz heiß darauf waren eine Canyoneering Tour zu dem bekannten Wasserfall „Kawasan Falls“ zu machen. Wir buchten uns also noch am selben Tag für den 27. gleich morgens um 6:00 Uhr eine Tour. Wir waren sehr gespannt, was uns erwarten würde.

Wir wurden nicht enttäuscht, es ging ca. 2 Std durch Wasser, über Steine und Felsen und mit Sprüngen von kleineren und größeren Klippen ab ins Wasser. Es war super abwechslungsreich und hat ein Riesen Spaß gemacht. Natürlich durften die passenden Schuhe, Schwimmweste und der Helm dabei nicht fehlen;)

Der letzte Sprung war dann auch der Krönende Abschluss, es ging ca 12-14m in die Tiefe, was für ein Sprung. Adrenalin pur. Die Kawasan Falls an sich sind ebenfalls ein Blick wert, da das Wasser unwirklich türkis aussieht und in der rundum grünen Natur sehr herraussticht. Ein wahres Farbwunder. Es war eine Wahnsinns Erfahrung und hat riesigen Spaß gemacht:)

Einige Stunden später merkte man, dass der Körper müde war und somit wurde den Rest des Tages nur noch relaxt und die Beine hochgelegt. Heute haben wir uns 15 km weiter gewagt :D in den nächsten Ort Moalboal. Wir dürfen gespannt sein, was die nächsten Tage so mit sich bringen, geplant ist nichts.

Wir halten euch aber auf dem laufenden meine lieben :)

 

 

CEBU & PALAWAN

29.05.-10.06.

 

Man glaubt es kaum, doch wir sind nun schon fast 8 Monate am reisen. Da passt doch der typische Spruch „wie die Zeit vergeht“, aber so ist es wirklich. Die 3. Woche Philippinen ist nun fast rum und wir haben hier einiges erlebt.

Wir sind von dem kleinen Ort Badian, wo wir die Kawasan Falls Tour bestritten hatten, noch etwas weiter nördlich an der Westküste hochgefahren, zum nächsten Ziel Moalboal. Ebenfalls ein sehr kleiner Ort, wir 3 haben uns gleich dort wohlgefühlt! Hier haben wir noch einige Schnorcheltrips gemacht und eine Tour mit dem Boot , wo wir Delphine bestaunen durften. Wir hatten wirklich Glück und haben viele Delphine aus dem was springen sehen! Wirklich toll, denn Micha und ich hatten zuvor noch nie welche in freier Natur gesehen.

Am letzten Tag machten sich bei mir (Rabea) allerdings Ohrenschmerzen bemerkbar. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich aber nichts böses. Als wir den Tag drauf den Bus nahmen, um den Ort Oslob anzusteuern wurden diese immer schlimmer. Asien ist für mich eine starke körperlich neue Herausforderung….als es Nachts dann so schlimm wurde, ist Micha mit mir um 1:00 Uhr ins örtliche „Krankenhaus“ gefahren. Es fuhr zum Glück gerade an unserem Hotel ein Touribus vorbei, der uns am Krankenhaus rausließ. Angekommen, waren Krankenpfleger, Polizist und Arzt vorm Eingang des Krankenhauses am schlafen. Nachdem wir sie geweckt hatten und mein Problem geschildert hatten, wollte der Arzt in mein Ohr leuchten, musste aber feststellen, dass er keine Lampe zur Hand hatte. Er ging also raus zum Polizisten und kam mit einer XXL Taschenlampe wieder herein und leuchtete mir damit ins Ohr :D Micha und ich trauten unseren Augen nicht! Nach 3 Sekunden reinleuchten, stand die Diagnose fest und er schrieb uns ein Medikament auf, welches ich aber Nachts um 1:30 nirgends bekommen konnte, da alles zu war. Wir sind dann also (ich mit starken Schmerzen) eine halbe Stunde wieder zurück zur Unterkunft gelaufen, da uns auch keiner zurück bringen konnte, denn das ganze Dorf schlief. Wir entschieden dann morgens um 5:00 den Bus in die Großstadt Cebu zu nehmen, um dort einen Arzt aufzusuchen. Nach einigen Anläufen haben wir einen gefunden, die Diagnose lautete starke Gehörgangsentzündung, leider so stark, dass sie bis heute (8 Tage später) noch nicht abgeklungen ist, trotz Antibiotikum. Es scheint wohl etwas zu dauern und ich muss mich damit zufrieden geben, dass es langsam heilt!

Nichts desto trotz haben wir es uns nicht nehmen lassen noch einiges von den Philippinen zu sehen. Am 3.6. ging nämlich unser Flug zu unserer letzten Station auf den Philippinen, Palawan. Dies ist eine der touristischsten Inseln der Philippinen. Bekannt ist hier, der Ort El Nido.

Angekommen auf Palawan sind wir in Puerto Princesa, von hier aus haben wir gleich den Van Richtung Port Barton genommen, ein kleines Fischerdorf unterhalb von El Nido (ca 4 Std) erreichbar nur auf einer Straße, wo man lieber nicht mit dem Auto fahren sollte, sehr abenteuerlich!. Hier haben wir uns für drei Nächte ein wunderschönes Cottage gemietet, welches direkt am Strand lag. Wirklich schön! Port Barton ist ein Ort der Stille, wo man perfekt ausspannen und lecker essen kann. Ebenfalls kann man dort gut Touren zu einigen umliegenden Inseln machen. Dies war auch unser Plan. Wir informierten uns, wie teuer solche Touren sind und buchten kurzerhand bei einer Familie. Der Deal war 450 Pesos pro Person (ca 9€) für den darauffolgenden Tag um 9:00 Uhr. Den nächsten Morgen pünktlich am Verabredungsort, stellten wir fest, dass niemand da war. Der Typ, mit dem wir den Deal ausgehandelt hatten. teilte uns mit, dass unser Guide schon mit anderen Leuten unterwegs war. Super. Er machte sich also auf die suche nach einem neuen Boot mit Bootsfahrer. Eine Stunde später saßen wir, mit einigen anderen tatsächlich auf einem Boot. Doch der Preis war plötzlich ein ganz anderer. Wir diskutierten heftigst mit dem Besitzer des Bootes. Es ging schluss endlich soweit, dass er uns drohte, die Polizei zu rufen, mit uns kämpfen wollte und uns mit Wasser bespritzte. Nach einigem hin und her einigten wir uns und wir fuhren los, Glücklicherweise war der Guide und Bootsfahrer ein anderer :D nach einigen Minuten Fahrt hatten wir uns langsam beruhigt und die Tour konnte endlich starten. Wir hielten bei einigen Schnorchelspots, welche ich durch mein Ohr auslassen musste und es ging von Insel zu Insel, unter anderem die German Island(gehörte damals einem Deutschen), Paradiese Island und Exotik Island, es waren schöne Inseln, doch es gab leider keinen WOW Effekt. Ja wir wissen war ihr jetzt denkt, boah sind die verwöhnt :D und ihr habt recht, es ist Klagen auf hohem Niveau, doch wir hatten einfach schon schönere Strände mit WOW Effekt (unser Highlight bleibt bis jetzt Australien- Frasier Island), dass ist schwer zu toppen.

 

Den Tag nach der Tour ging es dann auch schon weiter zum Haupttouristen Ort, El Nido im Norden Palawans. Den Namen hat dieser Ort wegen der vielen Schwalbennester (spanische: el nido), die in den umliegenden Höhlen für die berühmte chinesische Suppe eingesammelt werden.

El Nido liegt an einer großen Bucht, von der aus man perfekt Touren zu vielen verschiedenen Inseln und Lagunen unternehmen kann. Die Touren sind unterteilt in A B C D und jede steuert insgesamt 5 Ziele an. Wir entschieden uns für eine Kombination aus A +C. Natürlich verhandelten wir ordentlich, da wir in der Nebensaison da waren, und wir beide das Handeln mittlerweile ganz gut raus haben ;)

Es ging also gestern am 8.6. aus zur nächsten Tour. Begleitet hat uns ebenfalls die Schweizerin Vanessa, die wir in Port Barton schon kennengelernt hatten. Es war eine wirklich wunderschöne Tour, besonders gut haben uns die Lagunen gefallen, wie unter anderem die Big Lagoon, Small, Lagoon und Secret Lagoon. Die Small Lagoon, konnte man nur mit dem Kajak befahren, da das Boot zu groß gewesen wäre. Es war wirklich schön, die riesigen Felsen inmitten des super klaren Wassers herausragen zu sehen. Atemberaubende Landschaft. Auch die Strände, die wir angefahren haben waren wirklich toll, einige konnte man ebenfalls nur durchs schwimmen erreichen. Den Hidden Beach beispielsweise. Wir schwammen durch kleine Öffnungen an den Felswänden und dahinter verbarg sich ein wunderschöner Strand. Einfach irre. Mittags haben die Jungs vom Boot frisch für uns gekocht. Der Grill wurde aufs Boot gepackt und der frische Fisch und Squid wurde gegrillt, Salat, Gemüse und reichlich frisches Obst wurden bereitgestellt, ein wirklich tolles Essen so mitten an einem kleinen schönen Strand, den wir nur für uns hatten!

Allles in allem war es ein wirklich gelungener Tag. Nur leider machten sich bei mir wieder deutlich Ohrenschmerzen bemerkbar, also hieß es für mich erstmal wieder ausruhen :(

Die geplante Wanderung für heute morgen um 6:00 musste Micha also alleine bestreiten. Geplant war der sogenannte Tarwa Peak, es gingt 300 meter in die Höhe,(insgesamt 5,5km) über Stock und Stein. Felswände mussten überwunden werden. um eine wunderschöne Aussicht auf die komplette El Nido Bay zu erlangen. Es klingelte heute morgen also um 5:15 der Wecker und los ging es für Micha, Vanessa hatte sich spontan auch noch zu entschlossen ihm Gesellschaft zu leisten.

Ich blieb also im Bett, doch plötzlich um 7:15 stand Micha wieder in der Tür, der Tourguide, mit dem sie die den Berg besteigen wollten ist nicht aufgetaucht und hat die beiden einfach stehen lassen. Ein Klassiker hier in Asien. Wer keine Geduld hat. lernt es hier in Asien, Pünktlichkeit kennen sie nicht und häufig ist auch leider kein Verlass auf die Filipinos. So heißt es also immer tief durchatmen und positiv denken :D

Micha war nun trotzdem nicht von dem Gedanken abzubringen, diesen Trak zu machen. Er wollte unbedingt diese wunderschöne Aussicht genießen. Wir sind also nochmal los und tatsächlich, es hat sich jemand gefunden, der bereit war jetzt (10:30) mit den beiden, bei gefühlten 35 grad hoch zu wandern. Ich bin gespannt auf seinen Bericht und die Bilder.

 

Es ist somit heute aber auch unser letzter Tag, es geht morgen wieder zurück nach Puerto Princess, denn von dort aus fliegen wir am 11.6. wieder nach Manila und Abends weiter nach Vietnam, Hanoi. Das nächste Land auf unserer Liste! Und natürlich wie immer, wir sind gespannt, was dieses Land zu bieten hat. Wir werden euch informieren ;)

 

P.s.: wer einmal vor hat die Philippinen zu bereisen, muss erstens viel Zeit mitbringen, da viel draufgeht von einer Insel zur anderen zu kommen und zweitens viel Geduld, Geduld und nochmals Geduld :D