Indonesien

 

16.04-07.05

16.04-23.04

Heute war unser erster offizieller Tag auf Bali, das Rumgammeln hatte ein Ende, denn wir haben jetzt einen Frühaufsteher und ein Energiebündel an Board unsere liebe Freundin Maaaaandy. Nach dem wir gestern unsere erste Feuertaufe auf dem Roller in relativ harmloser Umgebung bestanden hatten, ging es heute gleich ins Gefecht. Der Plan war nach Ubud zu fahren um dort die weltberühmten Reisterrassen in Tegalalang zu besuchen. Der Weg dorthin war einfach nur der Hammer. Unsere kleine Mandy, die mittlerweile weiß wie in Asien der Hase läuft, fuhr immer schön vorweg und wir im Gänsemarsch hinterher. Es klappte super und wir fanden allmählich den Weg Richtung Ubud. Auf das Leben, was am Straßenrand so stattfand, möchte ich nicht weiter eingehen, das könnt Ihr in den Videos am besten selber sehen. Also weiter ging es mit der Fahrt. Unser kleiner blonder Engel Mandy hat eine sehr starke Anziehungskraft auf die Balinesen, die Männer drehten sich reihenweise um und sie wurde auch immer wieder angesprochen. Was für uns das Beste war. So sind wir nähmlich auch direkt zu unserem Fremdenführer gekommen, der uns ein wenig durch das Land gebracht hatte und schließlich auch zur Kaffee und Teeprobe. Alle dort ansässigen Balinesen hatten stets ein Lächeln im Gesicht und waren so gastfreundlich und kommunikativ, einfach schön, man fühlte sich sauwohl. Die Verkostung bestand aus den verschiedensten Tee und Kaffeesorten, die alle samt kostenlos waren. Das Highlight war aufjedenfall der Luwak Kaffee oder auch ganz einfach Katzenkaffee genannt. Der Luwak Kaffee ist der teuerste Kaffee der Welt und ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Nach dieser sehr eindrucksvollen Verkostung haben wir uns wieder aufs Moped geschwungen, um weiter Richtung Reisterassen zu fahren. Da das mit der Orientierung hier nicht ganz so einfach ist, stoppte uns bei der Abfahrt auch gleich wieder ein Balinese, der uns fragte wohin wir wollen. Kurz den Preis abgesprochen 50000 IRP umgerechnet ca 3,50 und er brachte uns direkt zu den Terrassen. Einfach nur mega cool, um zum Schluss so entspannt anzukommen. Die Fotos werden es bezeugen, staunt selber. Die Rückfahrt war alles andere als entspannt, da es in den Feierabendverkehr ging. keine Worte, Ausnahmezustand. Wir waren froh nach ca. 6 Stunden und 100 gefahren Kilometer wieder zu Hause angekommen zu sein.

Am nächsten Tag war Erholung angesagt und wir haben uns endlich die lang ersehnte Ganzkörpermassage gegönnt. Der Preis für 60 min waren 65.000 IRP also knapp 4,00€, da mussten wir nicht lang überlegen, auf dem Rückweg noch schnell einen frische gepressten Drachenfruchtsaft und der Tag war perfekt und sehr erholsam. Diese Säfte und Smoothies bekommt man an jeder Ecke super frisch und wahnsinnig günstig. Das mit dem Essen ist sowieso ein großes Thema auf Bali. man bekommt an jeder Ecke das leckerste und günstigste Essen, in den sogenannten "Warungs". Nach den teuren Kontinenten ist es für uns nun wie im Paradies und man könnte den ganzen Tag nur Essen. Das Angebot ist riesig und die Auswahl an Cafés und Restaurants der Wahnsinn. Wir probieren jeden Tag etwas neues aus und es macht riesigen Spaß :)

Die letzten zwei Tage ging es etwas entspannter zu, Wir haben uns das Viertel in dem wir wohnen (Canggu), etwas näher angeschaut, haben uns am Strand Bodyboards geliehen. Rabea, wie sollte es auch anders hat sich einen dicken fetten Sonnenbrand eingefangen :D

Heute ging es mit dem Roller in den Nachbarort Seminyak, hier ist das Paradies für Frauen zum shoppen, ein Laden nach dem anderen, wir haben uns das bunte Treiben in der Hitze etwas angesehen.

Was wir schnell erfahren mussten war, wer Bali mit dem Roller erkunden möchte, muss jederzeit an den Hauptverkehrsstraßen damit rechnen von einem korrupten Polizisten angehalten zu werden. So bessern sich Balis Beamte ihr Gehalt auf, indem sie ahnungslose Touristen wie uns im Visier haben, aber nicht mit uns, heute sind wir zum 2. Mal davon gedüst :-)

Für die nächsten Tage ist der Plan Bali noch etwas mehr kennen zu lernen. Wir machen eine Tagestour nach Ubud, besteigen den Vulkan Mount Batur zum Sonnenaufgang und erkunden die „schöneren“ Strände Balis, die ganz im Süden liegen. Wir wollen es uns natürlich auch nicht nehmen lassen ein paar Yoga Stunden mitzunehmen und ebenfalls einen Surfkurs zu machen.

Wie ihr seht, wir haben einiges vor. Wir halten euch auf dem laufenden, wenn auch nicht ganz so regelmäßig wie sonst ;)

23.04-27.04

 

Tour 1 Balis Norden

Und schwub die wubbs ist die zweite Woche Bali auch schon fast vorbei. Man hat das Gefühl hier tickt die Uhr schneller. 

Doch man kann sagen, dass wir diese Woche einiges gesehen haben! 

Am Montag ging es nämlich gleich um 8 Uhr raus, Wir drei hatten uns für den ganzen Tag einen Fahrer "gemietet", der uns an verschiedene Orte in den Norden Balis bringen sollte und wir hatten einiges auf der Liste. Erster Stopp war der Pura Ulun Danu Beratan, dieser ist ein bedeutender Wassertempel auf Bali, der dem Gott Shiva als Schöpfer geweiht ist. Für Micha und mich war es der erste Besuch in einem Tempel und wir waren sehr beeindruckt von der architektonischen Bauweise. Weiter ging es dann zu dem bekannten Git Git Wasserfall, der mit einer kurzen Wanderung zu erreichen war, ohne einen abkühlenden Sprung steuerten wir auch schon das nächste Ziel an. Ein weiter Tempel sollte folgen, der sogenannte Pura Luhur Batukaru. Das ist eine Tempelanlage am Fuße des Mount Batukaru und zählt zu den 6 Nationalheiligtümern Balis. Die Lage ist einmalig schön, direkt auf einer Lichtung mitten im Urwald mit Blick auf den zweithöchsten Berg Balis. Die vom frischen Grün des Dschungels eingenommene Tempelanlage hüllt den Besucher sofort in eine friedliche und mystische Atmosphäre ein, die vom Gezwitscher der unzähligen Vögel und dem sanften Bergwind untermalt wurde. Die Luft ist von Feuchtigkeit geprägt, schließlich ist hier Balis niederschlagsreichste Gegend, wie wir bei unserer Ankunft auch erfahren mussten. Die Mundwinkel hingen bei uns allen erstmal nach unten, denn es regnete in strömen! Aber wir wollten es uns nicht nehmen lassen die Tempelanlage trotzdem

zu besuchen, wir schmissen uns ein Handtuch über den Kopf und gingen zum Eingang, dort bekamen wir den sogenannten "Sarong" um die Hüfte( dies ist ein Tuch, welches die Geister abwehren und nicht in den Körper lassen soll) und dazu auch noch einen schicken Regenschirm, also war alles halb so schlimm. Es ging also barfuß im Regen auf zur Tempelerkundung. Das schöne daran war, dass wir die ganze Tempelanlage für uns alleine hatten und kein Tourist weit und breit zu sehen war. Herrlich;) es hatte sich also absolut gelohnt hier einen Halt einzulegen. 

Durch die relativ langen Fahrtzeiten und sehr interessanten Streckenabschnitte, die uns durch das Hinterland von Bali führten, verging der Tag rasend schnell. Somit waren wir auch schon an unserer letzten Station dieses Tages angekommen. Dem sehr bekannten Tanah lot Tempel. Ein krasses Kontrastprogramm zum vorherigen Tempel , denn hier wimmelte es nur so von Touris! Das besondere an diesem Tempel ist, das er ein Wassertempel ist und im Meer liegt! Als wir dort ankamen war gerade Ebbe und wir konnten so herumspazieren. Um aber die Stufen des Tempels zu besteigen, musste man vorher einer kleinen Zeremonie beiwohnen und sich mit dem Wasser welches aus einer Quelle mitten im Meer und Tempel entspringt reinigen. Als Zeichen der Reinheit und des Respekts der hinduistischen Kultur, bekamen wir eine Blume hinter das Ohr gesteckt und Reis an die Stirn. Ein sehr schönes Ritual, fanden wir! 

Dieser Tempel konnte uns leider nicht ganz überzeugen was aber auf jeden Fall daran lag, dass einfach viel zu viele Menschen dort waren und man diesen Ort nicht richtig genießen konnte! 

Nach einem sehr langen und eindrucksvollen Tag ging es dann auch wieder nach Hause! Wir hatten genug gesehen und waren sehr sehr zufrieden für heute.

Die nächsten 2 Tage waren für mich allerdings eher weniger schön, denn ich hatte mir einen ordentlichen Margen-Darm Virus eingefangen, also war mit mir erstmal nicht viel anzufangen. Micha hat die Zeit genutzt, um noch brauner zu werden und sich mit dem Bodyboard in die Wellen zu schmeißen ;)

 

28.04.-01.05

Tour 2 Mount Batur und Ubud

 

 

Wir verschoben unsere zweite Tour in dieser Woche um einen Tag (Nacht) und dann ging es gestern (28.4) um 2:00 Uhr nachts los. Unser Fahrer holte uns pünktlich um 2 Uhr ab und brachte uns nach 1.5 Stunden Fahrt zu dem Fuße des Mount Batur, der 2 höchste Berg auf Bali mit 1717 Metern und gleichzeitig einer der aktivsten Vulkane der Insel, allerdings war der letzte Ausbruch im Jahr 2000, nur so nebenbei :-). Unser Guide der uns gesund und munter hoch und hinunter bringen sollte stand schon in den Startlöchern. Und los ging es auch, denn wir hatten einen Termin zum Sonnenaufgang auf dem Vulkan zu sein, Der Weg, steinig und teilweise sehr schwer zu laufen hatte es in sich, ich war klitschnass und das bereits nach 45 Minuten Fussmarsch. Nachdem wir 2 Stunden über Felsvorsprünge, Steine und bei tiefster Dunkelheit dem Felsrücken entlang gelaufen waren, hatten wir das erste Ziel erreicht und dies nur Mithilfe eines kleinen Lichtkegels. Natürlich gab es auf dem Weg nach oben auch mal kurze Pausen, um einmal tief Luft zu holen. Der Blick schweifte immer wieder mal kurz ab nach unten, wo man in der Dunkelheit die Lichtkegel der anderen Wanderer sehen konnte, die den Weg noch vor sich hatten. Ein sehr schönes Bild, wie Glühwürmchen in der Dunkelheit. aber leider zu dunkel und zu klein, um es mit der Kamera aufzunehmen. Weiter ging es, noch 30 Minuten und nach meinem befinden war es auch das steilste und unangenehmste Stück zum laufen. Endlich oben angekommen, ein wunderbares Gefühl und das eigentliche Highlight kam ja noch. Natürlich könnt Ihr euch denken das wir nicht die einzigen waren, die zu diesem Schauspiel den Weg auf sich genommen haben. Es war ein wunderschönes Gefühl zu sehen, wie sich die Sonne aus Ihrem Schlaf erhebt und die umliegenden Vulkane, Berge und uns erleuchtete. Vor uns hatten wir den höchsten Vulkan Balis, den Gunung Agung(3031m). Bei einer heißen Tasse Tee ein ganz besonderes Erlebnis.

Der Abstieg gestaltete sich schwieriger als erwartet, auf dem losen Geröll von Lavasteinen und Sand. Die Kräfte schwanden und man musste sich sehr konzentrieren, wo der nächste Schritt hingeht. Nach ca. 6 km und 4,5 Stunden reine Laufzeit, waren wir wieder am Parkplatz angekommen, wo auch unser Fahrer schon wartete. Dieser brachte uns aber nicht direkt nach Hause, sondern wir hatten noch 2 weitere Ziele auf unserer Agenda, die aber ohne große Umwege auf dem Rückweg lagen, dass war einmal der Pura Tirta Empul, dem entspringt eine heilige Quelle, wo sich die Hinduistischen Gläubigen regelmäßig versammeln, um sich zu waschen und von Krankheiten und anderen Problemen zu befreien. Nach diesem kurzen, aber sehr schönen Ort fuhren wir noch zu dem „Monkey Forest“ in Ubud. Wir waren sehr schwer beeindruckt und das mit einer ordentlichen Portion Respekt. So süß wie die kleinen Äffchen allesamt auch sind, hat mein ein Problem wenn man lacht und die Zähne zeigt. Dann können die auch ganz anders und sehen es als Bedrohung, Wir jedenfalls hatten unseren Spaß im Affenzirkus.

Tot müde und pritsche breit ging es zurück nach Canggu, wo eine Dusche, ordentliches Essen und eine Massage auf uns warteten. Der heutige Tag besteht aus ausruhen, faulenzen und nix tun. Ich bin stolz auf Rabea, dass sie trotz ihrer schlechten Tage zuvor, den Ausritt auf den Vulkan gut gemeistert hat.

 

02.05-7.05

 

Balis Süden und mehr

3 Wochen Bali sind natürlich viel zu schnell vergangen. Wir können es kaum glauben, dass unsere Rücksäcke schon wieder gepackt und bereit für die nächste Insel sind. Doch es ist wie es ist ;)

Die letzte Woche Bali haben wir relativ ruhig ausklingen lassen. Montag haben wir die letzte große Tour gemacht und zwar zu fünft. Zwei Züricher Kumpels von Mandy schwirrten zur Zeit auch gerade auf Bali herum und wir haben deshlab kurzerhand beschlossen einfach zu fünft die Strände im Süden Balis abzuklappern. Aufgrund dessen, dass es ein recht langer Weg in den Süden war, hatten wir beschlossen auch schon um 6:30 loszufahren, um möglichst viel zu sehen an diesem Tag. Das Wetter war wie jeden Tag hier auf Bali perfekt, blauer Himmel und Sonne satt. Es ging über eine wundervolle neuwertige Brücke, wo kaum Verkehr herrschte. Es war herrlich links und rechts das Meer zu haben und einfach mal Vollgas zu geben.

Nach einer kurzen Stärkung mit einem guten Frühsück auf dem Weg, ging es auch schon zum ersten Strand, dem sogenannten Padang Padang Beach. Wie wir erfuhren, war bis vor eingigen Jahren so gut wie kein Tourist an diesem Strand, doch seitdem "Eat Pray Love" dort gedreht wurde, ist es voll von ihnen :D wie es immer so ist ;) Trotzdem hat sich dieser Strand sehr gelonht. Er ist klein, hat sehr klares Wasser und ist durch die ganzen Felsen, ein sehr schöner Ort. Die Fischer kamen alle paar Mintuen ans Land mit ihren kleinen Booten und natürlich mit reichlich frischem Fisch, den sie auch gleich auf einem Stein mitten am Strand auseinandergenommen haben. Frischer gehts nicht!

Nach gut 1 1/2 Stunden beschlossen wir uns auf zum nächsten Strand zu machen, der ebenfalls noch zum Padang Padang Beach gehört, aber wohl noch so etwas wie ein "Geheimtipp" ist, da wir fast die einzigen waren. ein Wunderschöner Strand mit einem riesigen Korallenriff, welches man von oben sehr schön erkennen konnte. Hier wurden wir gleich von einer Einheimischen herzlich an ihrer kleinen Strandbar begrüßt und schon hatte jeder was zu trinken in der Hand, einen schattigen Platz und perfekte Aussicht aufs Meer. Besser ging es nicht. Deshalb viel es auch so schwer überhaupt noch weiter zu fahren. Aber nach gut 2 Stunden mussten wir uns losreißen, da wir alle ordentlich Kohldampf geschoben hatten. Also wieder uff die Mopeds zum Essen gehen. Nach einer schönen ausführlichen Pause, ging es noch weiter runter in den Süden und somit zum Uluwatu Tempel. Da es für uns der 4. Tempel gewesen wäre haben wir draußen gewartet bis die anderen von Ihrer Erkundungstour wieder zurückwaren. Da zu diesem Zeitpunkt der Tag schon recht lang für uns alle war, beschlossen wir alle wieder umzukeheren und den Weg wieder nach Hause zu nehmen. Die Rückfahrt hatte es mal wieder in sich, denn wir sind wieder voll in den Feierabendverkehr gekommen, was für ein Spaß :-) das muss ich Euch nicht beschreiben. Mittlerweile funktioniert das Fahren aber einwandfrei und man passt sich einfach der balinesischen Verkehrsdynamik an. Den Abend haben wir zusammen in Kuta am Strand ausklingen lassen, wo wir uns dann auch von Alex und Lutz für diesen Moment auch verabschiedeten. Morgen gehts es dann noch für eine Woche auf ein Teil der Gili Inseln sowie Lombok. Mal schauen was uns Alex und Lutz für ne Unterkunft organisiert haben. Es wird aufjedenfall spaßig werden.

 

07.05-13.05

auf wieder bye bye, wie unser lieber „Bobby“ in Florida zu sagen pflegte. Das nächste Abenteuer stand bevor. Auf dem Plan hatten Gili Trawangan, Gili Air und zum Schluss Lombok. Die Gili Inseln sind eine kleine Inselgruppe in der Balisee. Wir wollten 2 der 3 kleinen Inseln besuchen und zwar mit unseren neuen Reisefreunden „Alex und Lutz“ aus Zürich, mit denen wir schon mehrere Tage auf Bali verbringen durften. Den Plan den wir zusammen ausgeheckt hatten war im Grunde genommen, wir fünf auf Gili Trawangan, eine Villa, Pool, Musik und ausgelassene Stimmung und so kam es dann auch. Die beiden Jungs sind schon 2 Tage eher nach Trawangan gereist, um für uns ein entsprechendes Domizil zu finden. Als wir dann auch endlich angekommen waren, vielen wir fast hintenüber, das Grinsen über beide Ohren, war bei uns allen da und wir freuten uns 2 Tage mal im Luxus zu schweben um alle fünf mal grade sein zu lassen. Die Insel konnte man bequem mit dem Fahrrad in 1,5 Stunden komplett umrunden. Das Hauptfortbewegungsmittel waren Kutschen und Fahrräder. Schön so eine Abwechslung zu haben, da wir von der verkehrsgeplagten Insel Bali kamen. Man war plötzlich in eine ganz andere Welt eingetaucht, ein Hauch von nichts. Die Inseln sind mit dem „Fastboat" innerhalb von 4-6 Stunden erreichbar, je nachdem wo man sich in Bali befindet, gehts es schneller oder langsamer.

Natürlich könnt Ihr euch vorstellen, dass 2 Tage auf so einer kleinen Insel schnell vorbei gehen und somit ging es auch im Anschluss gleich weiter auf Gili Air, die kleinste der Inselgruppe. Noch weniger Menschen und gut zu Fuß in einer Stunde zu umrunden. Unsere Unterkunft nicht klimatisiert, kein Warmwasser, was man auch definitiv nicht brauchte bei der Hitze und eine Schöpfkelle für die Toilette, also alles sehr abenteuerlich und ein kleiner Einstieg für das, was uns in Lombok ähnlich erwarten könnte.

Nach einer Nacht auf Gili Air ging es mit dem Fastboat rüber auf die nächste Insel Lombok, welche nur 30 Minuten entfernt war. Bevor ich weiter fortfahre umüber Lombok zu berichten, möchte ich hinzufügen, dass uns die Leute, die wir auf Bali kennengelernt haben gewarnt hatten, was Lombok betrifft. Die Einheimischen im Norden Lomboks, haben die Touristen auf dem Schirm und würden diese jederzeit abzocken, also liefen wir mit offen Augen und Ohren herum. Nun ja angekommen im Hafen von Lombok, ahnte man noch nichts Böses, als 5 Männer einem gleich das Gepäck abgenommen hatten. Natürlich nahm man an, dass gehört dazu, das dass gesamte Gepäck zum Auto transportiert wird. Nix da, die Schlitzohren wollten Geld haben und das nicht wenig 8 Euro für 2 Minuten Arbeit, also reine Abzocke. Nach kurzer Diskussion sind sie schlecht gelaunt mit umgerechnet 4 Euro verschwunden. Ein schöner Einstand dachten wir, bis der nächste Indo an mir vorbei ging und auf einmal an meiner Tasche rumgefummelt hatte, um mich meines Geldes zu erleichtern. Aber nicht mit mir, mein Freund. Nachdem ich ein paar einschüchternde Worte zu Ihm gesagt hatte, war er ganz freundlich. Ich lass mich nicht verarschen, dass habe ich ihm verständlich gemacht. Also schnell ab ins Auto und runter in den Süden der Insel. Wir dachten, was soll das bloß werden. Nach knapp 2 Stunden fahrt durch Lombok kamen wir unten im Süden ( Kuta) an. Kuta auf Lombok, hat mal so gar nichts mit dem Kuta auf Bali zu tun. Lombok, um es einfach zu sagen ist wie Bali vor 20 oder 30 Jahren. sooo schön und rein. Fernab des Massentourismus, da ist das Reisen, wie es jeder einzelne unserer Gruppe liebt. Einfach nah an den Menschen zu sein. Um dieses Gefühl am besten zu haben ging es zu Roy und seinem Homestay. Ein kleines Grundstück, wo das Zimmer inklusive Frühstück für 3,30 pro Person für de Nacht zu haben war. Ihr könnt euch alles selber ausmalen, was man für dieses Geld bekommt. Wir haben die Zeit sehr genossen und es war genau das, was das Reisen ausmacht bzw. wies wir es uns vorstellen.

Die 3 Tage auf Lombok waren der Hammer, wir würden sofort wieder kommen und dann auch länger bleiben, da man wirklich nur einen mini Bruchteil gesehen hat und alleine das macht Lust auf mehr. Für uns gab es in den 3 Tagen viele schöne und tolle Erlebnisse, aber auch Begegnungen die zum Nachdenken anregen. Zum einem wird man als Tourist herzlich empfangen, man fährt mit dem Roller die Straßen entlang und die Kinder winken und laufen einem hinterher und stehen mit der ausgestreckten Hand am Straßenrand zum abklatschen. Das Funkeln in den Augen gibt so eine Zufriedenheit. Alle sind super nett, aufgeschlossen und interessiert. Viele der Kinder sprechen durch die wenigen Touristen im jüngsten Alter schon mehrere Sprachen. Einfach nur faszinierend! Jede Geschichte und Begegnung kann man nicht erzählen aber man möchte so gerne alle Gedanken mit den wenigen Menschen Teilen die unsere Reise verfolgen. Und so kommen wir nun endlich zu den 3 schönsten Erlebnissen auf Lombok:

 

1. Fussball spielen mit den Einheimischen, als wir 5 weißen den Platz betraten, waren die Augen und das Gelächter groß. Fussball ist eine globale Sprache und verbindet die Menschen weltweit. Es ist wunderbar zu sehen, was so ein rundes Ding aus Leder bewirken kann. Wir zogen völlig aus der Puste und durchgenässt aber glücklich vom Platz.

 

2. In Indonesien arbeiten die Kinder bereits im frühen Alter von 4 oder 5 Jahren und gehen durch die Straßenküchen bis spät in die Nacht. Von Ihren Eltern getrieben versuchen sie an die wenigen Touristen Ihre selbstgemachten Armbänder zu verkaufen. So auch der kleine Aldis. Er sah, dass wir Uno spielten. Und ich fragte Ihn spontan, ob er sich nicht setzten möchte um mit uns zu spielen. Das machte er auch. Das Spiel kannte er aber nur von den Touristen, die er immer beobachtet hatte und somit kannte er auch die Regeln. Noch nie ein eigenes Kartenspiel besessen, hatte Rabea beschlossen, nach ein paar Runden Ihm das Spiel zu schenken.Und jeder Mensch kann sich genau vorstellen, was solche Gesten bei einem kleinen Kind auslösen. Es ist so schön, einem Menschen auf diese Art und Weise etwas zurück zugeben. Man muss dazu sagen, er hat gleich die erste Runde gewonnen ;-)!

 

3. Die gestrige Nacht, toppt vieles auf der Reise. Ein Strand, wir alle zusammen ganz allein, das Meer und unzählige Glühwürmchen, die den ganzen Sand und das Wasser erleuchteten. Wie die Kinder sind wir hin und her gesprungen um diese einzufangen. Abgerundet wurde dieses Schauspiel mit diversen Sternschnuppen, ein erleuchteter Sternenhimmel mit einer noch nie so klar gesehenen Milchstraße und mit wahnsinnigen spektakulären Wetterleuchten über dem indischen Ozean. Die Blitze zischten von links nach rechts, von oben nach untern... boah ohne Worte. Mutter Natur hat uns wieder einmal sehr beeindruckt Danke dafür :-)

 

Heute ging der Flieger zurück nach Bali, wo wir diese Nacht noch haben und morgen in den Flieger steigen. Philippinen wir kommen!!!!

 

Bis bald und schöne Pfingsten