National Parks

Nationalparks

 

28.11-22.12.2015

Route 1

29.11-01.12

Der amerikanische Traum frei sein, eins mit der Natur, die Straße und unser Haus auf Rädern. Wir haben es auf die Straße geschafft, obwohl unser Wohnmobil doch sehr klein und wendig wirkt, trügt der Schein. Eine ganz schöne Umstellung, verbunden mit ein bisschen Angstschweiß auf den ersten rollenden Metern. Die ersten Meilen die wir hinter uns gebracht haben führten uns durch die traumhaften Los Altos Hills. Wunderschöne Natur, enge Straßen und viele Rennradfahrer (Papa pack die Koffer, hier kannst du Höhenmeter fahren). Nachdem wir diese Strecke passiert hatten, eröffnete sich uns das Land und der Pazifik war zu sehen. Ein erhabenes emotionales Glücksgefühl. Uns blieb die Sprache weg, wir schwiegen einen Moment lang und ließen diesen Ausblick auf uns wirken. Die ersten Meilen auf dem Pacific Cost Highway oder der Route 1 wie sie heißt waren einfach nur toll. Wir wussten gar nicht wo wir zuerst hinschauen sollten und hielten alle gefühlte paar Kilometer an. Die Sonne ging langsam unter und die Suche nach einem geeignetem Schlafplatz hielt an. Doch in dem richtigen Moment hatte man das Gefühl nicht alleine gelassen zu werden. Eine sehr nette einheimische Frau fragte uns, ob wir Probleme mit dem Wohnmobil hätten (wir standen in einer Ausbuchtung Ortsausgang) wir sagten Ihr, dass wir einen Platz zum schlafen suchen. Sie sagte zu uns gar kein Problem, folgt mir einfach. Gesagt getan, der Stellplatz war 1A Lage, direkt am Pazifik, man hörte das brechen der Wellen, ein Traum. Der einzige Haken, wir hatten gefühlt 20 Prozent Gefälle :-). Am heutigen Tag wollten wir eigentlich über Big Sur nach Santa Barbara fahren, doch dieses Vorhaben konnten wir nicht so umsetzten, wie wir wollten. Wir verbrachten den ganzen Tag auf dem Hof einer Werkstatt, da unser WoMo Flüssigkeit verloren hat. Naja, Ende dieser Geschchte ist, unser Wagen ist repariert und wir stehen heute Nacht (jetzt gerade) auf einem Walmart Parkplatz, mit anderen und Wir schreiben Euch aus einem Starbucks (um Wlan zu haben :D ). Morgen geht es dann wirklich in der Frühe los, damit wir den morgigen Tag in Santa Barbara bei 20 Grad genießen können, bevor es dann Richtung Joshua Tree National Park und Grand Canyon geht. In der Zeit wird es für uns schwierig regelmäßig Lesestoff und Fotos hochzuladen, deshalb bitten wir um Nachsicht. Seid alle herzlichst gegrüßt und genießt die Adventszeit.

Bis bald aus der Ferne Rabea und Micha

 

Doch früher als gedacht melden wir uns heute schon zurück. Genauso wunderschön und atemberaubend wie oben schon beschrieben ging die Route 1 auch weiter. Wir sind mit unserem Camper der dazu passenden Musik und perfektem Wetter die Küste runtergecruist. Wir haben an jedem noch so kleinen Aussichtspunkt und jeder noch so kleinen Bucht halt gemacht, um das zu genießen, was wir vor uns hatten. Einfach dem Klang der riesigen Wellen zu lauschen, wenn sie an die Klippen krachen, ein unglaubliches Geräusch und unbeschreiblich schönes Gefühl. Mittags haben wir an einer Ausbuchtung angehalten, die Tür vom Camper aufgemacht, lecker Essen gekocht und den Blick auf den Pazifik genossen. Dann ging es weiter Richtung Big Sur und dem nächsten Halt, die bekannte Bixby Bridge, definitiv einen Stop wert, sowie auch der McWay waterfall der einige Meilen weiter kam, diese Ausblicke sind einfach nur schön und muss man genießen! Abschließend gab es noch die Seelöwen, die in der Sonne am Strand gechillt haben und seltsame Geräusche von sich gegeben haben.

Wir können jedem ans Herz legen, der nach Amerika reist, diese Route einmal zu fahren. Es lohnt sich!!!

 

Heute haben wir einige Meilen geschafft, wir sind von Santa Maria weiter über Santa Barbara bis nach Banning( 1 Std vom Joshua tree National Park), wo wir heute die erste Nacht auf einem Campingplatz und nicht auf einem Parkplatz oder Seitenstreifen schlafen :D Luxus. Wasseranschluss,Strom und Internet!!!

Morgen geht es dann weiter Richtung Joshua tree National Park :)

Joshua Tree Nationalpark

03.12-05.12

 

Der Joshua Tree NP stand bei uns zuerst auf der Liste, wir wollten uns nämlich so lange wie möglich in den wärmeren Regionen aufhalten, bevor es uns in den Norden zieht. Der Nationalpark, der durch seine äußerst interessanten Bäume seinen Namen bekommen hat, liegt im südosten Kaliforniens. Er bildet den Übergang von der Mojave Wüste zur Colorado Wüste.

Bevor es in den Park ging, haben wir uns ordnungsgemäß im visitor center angemeldet und unseren Jahrespass für alle Nationalparks der USA entgegen genommen. Die ersten Meter, die wir mit dem Wohnmobil zurück gelegt hatten waren so eindrucksvoll, dass es sich mit Worten nur schwer beschreiben lässt, was Mutternatur über Jahrtausende dort geschaffen hat. Verrückte Steinformationen und natürlich jedemenge von den Joshua Trees. Unser Weg führte uns Abends zu unserem Campground, mittendrin zwischen den riesigen Felsformationen. Der NP bietet für jedermann etwas, es gibt viel zu sehen und zu entdecken. Besonders schön und intensiv sind sind die Sonnenaufgänge und -untergänge. Außerdem ist es der perfekte Spot um zu Klettern, wie wir von unserem Campnachbarn Sean erfahren haben, der nun schon seit 25 Jahren immer wieder zum Joshua Tree fährt. Ein verrückter Typ:-)

Alles zusammen hat uns der Joshua Tree überzeugt, aber wir sind natürlich auch gespannt und blicken voller Vorfreude auf den Grand Canyon.

Bis die Tage mal Ihr lieben.

Grand Canyon

Nationalpark

06.12-08.12

Bevor es Richtung Grand Canyon ging, hatten wir ein Date am Nikolaus mit einem Waschsalon und unserer Wäsche, es war ein echtes Vergnügen, "People watching". Wie die Amerikaner so Ihre Sonntage verbringen , es war eine Erfahrung wert. Aber nun zur Fahrt, die dauerte im Wohnmobil 5 Stunden, obwohl die Entfernung gar nicht mehr so weit war mit 260 km. Die Natur ändert sich so dermaßen von Kalifornien nach Arizona. Wenn man den wüstenartigen Joshua Tree NP verlässt und weiter Richtung Grand Canyon fährt kommen Wiesen, Wälder und Berge zum Vorschein. Angekommen im Grand Canyon haben wir auch gleich unser Camp bezogen und haben, wie es sich in der Natur gehört ein schönes Lagerfeuer gemacht, um den Ruf der Wildnis zumindest ein bisschen zu folgen. Am nächsten Morgen ging es für uns ziemlich früh hoch, klar wir wollten wieder einen schönen Sonnenaufgang sehen und das im Grand Canyon WOW!!! Alles war noch so unberührt und ruhig, keine Menschenseele zu sehen. Nur wir, die Straße und die Sonne, ein perfekter Morgen! Nachdem wir uns gestärkt hatten, fuhren wir 2 bis 3 Aussichtspunkte an. Das Wow Gefühl hielt an und bescherte und reichlich Gänsehaut und emotionales Wirrwar. Toll so etwas mit den eigenen Augen zu sehen. Aber das soll es längst nicht gewesen sein. Wir hatten für den Tag noch eine Tour rein in den Canyon geplant ( den South Kaihab Trail), der uns einen ganz anderen Blick in den Canyon verschaffte. Nach jedem Meter den man gelaufen ist, eröffnete sich wieder eine andere Perspektive. Rote Steinformationen die majestätisch aus dem Canyon ragten. Einfach nur brutal! Wir haben uns beide oft stumm angeschaut, da wir es nicht fassen konnten, wo wir gerade sind und was wir da sahen.

Es gab wieder den Steigerungseffekt. 3 Tage sind eigentlich ein muss um mehr sehen zu können. Da uns aber in den nächsten Tagen der Arsch auf Grundeis gehen wird (es werden bis -15grad Nachts) müssen wir weiter zum nächsten National Park und das ist der Bryce Canyon. Also liebe Freunde macht es gut, Ihr hört bald von uns.

Bryce Canyon

09.12.2015

4:30 Uhr mitten in der Nacht und wir waren schon wieder auf dem Weg in den nächsten National Park, dem Bryce Canyon. Bevor wir diesen aber angefahren haben, haben wir es uns nicht nehmen lassen vorher nochmal den Horseshoe Bend anzuschauen, Dieser liegt auf dem Land der Navajoindianer. Es ist ein wundervoller Ort, um definitiv einen Stop einzulegen und den atemberaubenden Blick auf sich wirken zu lassen.

Angekommen im Bryce Canyon haben wir gut gefrühstückt, um gut gestärkt für unsere Wanderung durch den Bryce Canyon zu sein. Wir hatten uns den Abend vorher ein paar Routen herausgesucht die wir wandern wollten und das waren auch genau die Richtigen, wie wir auf der Wanderung gemerkt haben. Ein atemberaubendes Gefühl durch diese verschieden angeordneten Steinformationen zu laufen, alle paar Meter sieht es wieder ganz anders aus und man hat ständig etwas neues zu entdecken. Man merkt bei so einer Wanderung gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. plötzlich ist man 3-4 Std unterwegs. Der Blick immer auf die gewaltigen Steine, Felsen und Berge gerichtet. Natur pur! Diese Ausblicke machen wirklich sehr zufrieden. Mehr braucht man in solchen Momenten gar nicht um glücklich zu ein. Besonders gefallen hat uns der Schnee auf den Bergen, dadurch sind die Strukturen noch einmal viel besser zum Vorschein gekommen.

Next Stop ZION Nationalpark.

Zion Nationalpark

10.12-13.12

Der Zion Nationalpark, verkörpert für uns das, was ein Nationalpark von Natur aus haben muss. Hohe steile, wunderschöne in der Sonne roterscheinende Berge, kristallklares Wasser, welches sich durch die Schluchten schlängelt, verschiedenste Bäume sowie zahlreiche Tierarten, überwiegend Rehe, die in großen Scharen plötzlich auftauchen, sei es auf dem Campingplatz, auf den Wiesen, Wanderwegen und auf der Straße (Achtung ist geboten). Die Einfahrt in den Zion NP lässt schnell vermuten, um welches Kaliber Nationalpark es sich hier handelt, die Zufahrtsstraße schlängelt sich herab ins Tal Richtung Springdale, rechts und links die hohen Berge, kein Platz dazwischen, manchmal nicht einmal für Gegenverkehr. Unser Campingplatz mit Traumaussicht direkt auf die Berge. Nach unserer Ankunft ging es auch gleich los, Einen kurzen Plan geschmiedet wo, wie und überhaupt. Gesagt getan! Der erste Wanderweg richtung Temple of Sinwawa war sehr entspannt, eine traumhafte Natur. Am Ende des Weges angekommen stellte sich die Frage, wagen wir den Walk durch das kalte Wassre oder nicht. Die Entscheidung viel nach kurzem zögern, Ja. Wir dachten da stehen ja noch andere Schuhe, es kann ja nicht so schlimm sein. Nach 15 Minuten im 3 Grad kalten Gebirgswasser waren die Füße ordentlich durchblutet und wir fühlten uns wie bei einer Akupunktur, mit den ganzen feinen Nadelstichen. Erstmal einen heißen Tee und etwas essen bevor es Richtung Emerald Pools ging. Dies sind 3 von Mutternatur angelegte Becken auf verschieden Ebenen. Auf diesem Weg wurde man stets von dem wunderschönen Bergpanorama der gegenüberliegenden Berge begleitet. Ein erfolgreicher erster Tag neigt sich dem Ende zu. Der kommende Tag gestaltete sich sehr ruhig, außer lang Schlafen und Kaffee trinken war nicht viel drin, wir mussten unsere Kräfte sammeln für die große Wanderung zur SUBWAY. Eine spezielle Tour für die man vorbereitet sein musste. Bevor es los ging mussten wir uns im Visitor Center eine Genehmigung einholen. Was bei uns auch sehr einfach war, da wir außerhalb der Saison hier sind. Anders läuft das im Sommer ab, wo Tag für Tag Menschenmassen anstehen, um auf die am Tag 80 Stück limitierte Permit zu bekommen. Nachdem wir das abgehakt hatten, ging es auch gleich weiter zum Verleih. Was wir brauchten waren Wasserdichte Schuhe, Neoprensocken und Stöcke. Gut ausgerüstet ging es los mit kurzer Anfahrt zum left fork trailhead, der nach knapp 8 km an der SUBWAY endet. Der Weg dorthin, kalt, steinig und manchmal auch schwer zu begehen. Nach 3 Stunden über Stock und Stein und immer wieder Wasser, welches zu durchqueren war, sind wir angekommen. Ein geheimnisvoller, mystischer Ort, ganz eigen und wunderschön, dass es trotz blauem Himmel und keiner Wolke anfing zu schneien. Wir verweilten ein paar Minuten und verließen erhoben Hauptes diesen wieder. Der Rückweg war alles andere als leicht, die Kräfte verließen uns nach und nach und uns wurde bewusst, dass dieser Marsch ein konditionelle Herausforderung ist. 7 Stunden knapp 16 km bei eisigem Wind über rutschige Steine und immer wieder kaltes, klares, Wasser und nicht zu vergessen die Höhenmeter, Wir waren/sind sehr glücklich und zufrieden diesen Weg bestritten zu haben, um so etwas schönes sehen zu können. Wir verlassen heute voller Wehmut den Zion in Richtung Las Vegas.

Seid alle herzlichst gegrüßt

Las Vegas

14.12-16.12

Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, auf dem Weg vom Zion National Park zum Death Valley auch Las Vegas mitzunehmen. Es lag genau auf unserer Route! Was lässt sich zu Las Vegas sagen? Es ist genau so, wie wir es uns vorgestellt haben, Bling Bling, Lichter, überall Musik, riesige Werbemonitore, verrückte Menschen und an jeder Ecke reichlich Männer, die Karten von nackten Girls mit Telefonnummern drauf verteilen :D

Auch wenn dieser Zwischenstop ein krasses Kontrastprogramm zur Natur in den National Parks war, hat er sich auf jeden Fall gelohnt. Doch bevor es in das "Bling Bling" Las Vegas ging, haben wir noch einen Abstecher zum Hoover Staudamm gemacht, dieser Weg ging überraschender Weise nochmals durch einen kleinen National Park. Es war interessant, dieses auch mal von Nahem gesehen zu haben. So nun aber zum eigentlichen!

Die nächsten 2 Nächte sind wir mit genügend Alkohol im Gepäck auf Tour gegangen. Betrunken von Casino zu Casino (Bellagio, Caesars Palace uws.) zu torkeln, die völlig aufgebräzelten Menschen dort drin zu beobachten, wie sie ihr ganzes Geld verzocken, war ein herrlicher Anblick und ein riesen Spaß. Wir hatten auch kurz Überlegt unser ganzes Geld auf den Tisch zu legen, haben uns dann doch entscheiden lieber weiter reisen zu wollen :D zugucken hat dann doch mehr Spaß gemacht. Hangover war in diesen zwei Nächten auf jeden fall auch etwas dabei. Aber das musste ja auch, wir waren ja schließlich in Las Vegas!!!

Wir verabschieden uns aber nun von dieser verrückten Stadt und machen uns wieder auf in die Natur und zu unserem wahrscheinlich letzten National park auf unserer Route, dem Death Valley. Wir sind wie immer gespannt und voller Vorfreude was uns erwartet!

 

Death Valley

16.12-18.12

Der Death Valley National Park ist somit der gegensätzlichste zum Zion National Park. Kaum Grün, Bäume oder Wasser. Hier stechen die wahnsinnigen Weiten hervor. Es ist beeindruckend wie weit das Auge reicht, man hat das Gefühl Kilometer weit gucken zu können und nichts ist dem Blick im Wege. Ein ganz anderes aber ebenfalls besonderes Gefühl. Man hat den Eindruck, dass sich von Kilometer zu Kilometer die Formationen der Berge und Hügel ständig verändern, sei es von der Größe, der Farben oder Strukturen, man konnte sich nicht sattsehen und es konnte einem auf keinen Fall langweilig werden.

Wir haben uns auch, wie bei den anderen Parks einen schnellen kurzen Plan gemacht, was wir sehen wollen und welchen Trail wir gehen. Die Entscheidung war gefallen und los ging es. Als erstes zum sogenannten "Badwater", dies ist ein riesiges, niemals zu enden scheinendes Salzfeld, wo damals einmal Wasser war, was heute kaum noch vorstellbar ist. Diese Weite und wahnsinnig lange, große und breite Fläche an Salz war atemberaubend zu sehen. So etwas hatten wir noch nie zuvor gesehen und war absolut sehenswert.

Nach dieser Weite ging es in die Berge, wir haben uns den Golden Canyon und den Mosaic Canyon angesehen, welche durch ihre irren Farben und verschiedenen aufeinander liegenden Steinplatten faszinierten. Von Meter zu Meter haben sich die Farben der Steine geändert. Ein schönes Farbspiel, was wir dort zu sehen bekommen haben. Man hat sich zwischen diesen ganzen Bergen immer so klein gefühlt, der Mensch war in dieser Masse an Steinen nur eine Miniaturausgabe eines Menschen. Einfach Wahnsinn, was die Natur innerhalb mehrerer 1000 Jahre alles so geschaffen hat und das wir solche schönen Bilder der Natur sehen und teil daran haben dürfen.

Wieder auf der Straße, haben wir unser nächstes Ziel anvisiert. Die Sanddünen, die wie aus dem Nichts auf einmal neben der Straße hervortraten. Es war keine sehr große Fläche, doch man hat sich wie mitten in der Wüste gefühlt. Hier haben wir uns den wunderschönen Sonnenuntergang angesehen und haben so den Abend auf dem Campingplatz ausklingen lassen.

Und auch dieser Nationalpark hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir sind froh hier angehalten zu haben.

Wir machen uns nun bald wieder auf den Weg ins 800 Kilometer entfernte Newark, wo wir unseren Camper wieder abgeben müssen. Doch uns fällt es schwer am Sequoia National Park vorbei zu fahren, denn in diesem stehen die berühmten Mammutbäume und der größte Baum auf Erden. Wenn das Wetter also mitspielt und die Straßen dorthin geöffnet sind wollen wir uns das nicht entgehen lassen. Drückt uns also die Daumen, dass es nicht zu viel schneit!!!

 

Bis bald ihr lieben.

Sequoia Nationalpark

20.12.2015

Der Sequoia NP sollte für uns die Sahnehaube zum Abschluss unseres Roadtrips darstellen. Frohen Mutes und gut gelaunt klingelte um 6 Uhr morgens der Wecker. Wir wollten zeitig da sein, da die Wetterbedingungen für den Sequoia nicht gerade berauschend waren. Nach einer Stunde Anfahrt erreichten wir den Eingang und wir waren kurz davor die "Giants" sehen zu können. Der Park Ranger, der uns im Eingang in Empfang nahm, bremste aber unsere frohen Erwartungen von jetzt auf gleich. Einfahrt nur mit Schneeketten. Das Problem war aber nicht die Schneeketten zu leihen, sondern das Verbot Schneeketten auf unser Wohnmobil zu packen. Trotz nach telefonischer Nachfrage kein Ok, diese drauf zu ziehen und ohne Schneeketten definitiv keine Einfahrt. Die Schnute hing nach unten, sollte der Wunsch den "General" zu sehen schon gescheitert sein? Wir fuhren auf anraten eines Ortsansässigen zu einer 3 Meilen entfernten Tankstelle und einem Shuttle Service. Wir wollten alles mögliche unternehmen, um uns nicht vorzuwerfen wir hätten nicht alles probiert. Der Mitarbeiter in der Tankstelle war super behilflich und telefonierte sogar Sonntag morgens herum, um einen seiner Kumpels zu erreichen. Nach einer Stunde abwarten und vielen interessanten Gesprächen mit Einheimischen, die uns fragten was wir vorhatten, schwand die Hoffnung zunehmend. Schon mit dem Gedanken im Kopf "soll es das etwa gewesen sein?" wieder ins Auto einzusteigen, kam für uns aber immer noch nicht in Frage. Wir fuhren wieder Richtung Parkeingang, da war die letzte Station für alle die ihre Schneeketten mieten wollten. Und wir standen wieder! Die Autos fuhren reihenweise vor und ließen sich die Schneeketten drauf machen aber alle leider immer voll besetzt. Und dann kam Tim! Sollten wir doch so ein Glück haben? Wir erzählten Ihm unser Dilemma, in dem wir uns befanden. Er zögerte am Anfang ein wenig, aber wir ließen nicht locker. Wir packten unsere Sachen zusammen und schwupp die wupp fuhren wir tatsächlich hoch. Wir konnten es kaum glauben. Ein super netter, interessanter Typ, ein Reisender wie wir es sind. Wir hatten jede menge Spass und wir konnten es immer noch nicht fassen, doch gleich oben auf 1800 Metern angekommen zu sein. Ein "winter wonderland" erwartete uns, Schnee überall Schnee und der riesige "General Sherman", der voluminöseste Baum auf Erden (84 Meter hoch, 1900 Tonnen schwer. 11 meter im Durchmesser und Alter ca 2000-2500 Jahre). Was Mutternatur wiedereinmal zu Vorschein brachte war umwerfend gewaltig.

Big thanks to Tim, we wish him all the best for his trip.

Das Blatt wendete sich zum Schluss zu unseren Gunsten und wir sind überglücklich, dass wir so einen Abschluss hatten. Morgen geht es dann nach Newark und San Francisco.

Bis bald und allen eine frohe Weihnacht, genießt die Zeit bei euren Familien!!!